Energieklassen bei Haushaltsgeräten

Das neue EU-Label kurz erklärt

Seit der Umstellung der EU-Richtlinien reicht die Skala der Energieeffizienzklassen von A (beste/effizienteste Klasse)bis G (schlechteste/ineffizienteste Klasse). Die alten Bezeichnungen wie A+++, A++ oder A+ wurden komplett abgeschafft, um Verbrauchern mehr Transparenz zu bieten und Herstellern Anreize für weitere Innovationen zu geben.

Friede Düren
Energieklassen bei Haushaltsgeräten- Smartes Wohnzimmer

Was sind Energieeffizienzklassen?

Energieeffizienzklassen sind gesetzlich standardisierte Bewertungsskalen der Europäischen Union, die den relativen Energiebedarf eines elektrischen Geräts im Verhältnis zu einem definierten Referenzgerät angeben.
Die Einstufung erfolgt auf Basis von Labor-Messwerten und wird auf dem standardisierten EU-Energielabel abgebildet.

Welche Geräte gehören in welche Klasse?

Klasse A & B
(Exzellent):

Sehr selten, absolute Spitzenwerte, oft nur bei neuesten Waschmaschinen oder Geschirrspülern zu finden.

Klasse C & D
(Guter Standard):

Sehr gute und empfehlenswerte Effizienz für permanent laufende Großgeräte wie Kühlschränke.

Klasse E & F
(Schnitt/Mäßig):

Häufig bei älteren Modellen oder TV-Geräten; hoher langfristiger Stromverbrauch der Haushaltsgeräte.

Klasse G
(Mangelhaft):

Hohe Energiekosten, langfristig unwirtschaftlich.

Die Einordnung unterscheidet sich stark nach der Geräteart, da die Grenzwerte für jede Produktkategorie individuell definiert sind:

Von welchen Faktoren ist die Energieklasse abhängig?

FAQ: Häufige Fragen zu den Energieklassen

Warum gibt es kaum Haushaltsgeräte mit der Klasse A?

Die EU hat die Kriterien für die Klasse A bewusst so streng gewählt, dass die meisten aktuellen Geräte diese noch gar nicht erreichen können. Dies soll den Herstellern Raum für zukünftige technische Entwicklungen lassen. Ein Gerät der Klasse C oder D ist nach heutigem Standard oft schon sehr sparsam.

Das hängt von der Nutzung ab. Bei Geräten, die im Dauerbetrieb laufen (z. B. Kühlschrank), amortisiert sich ein höherer Anschaffungspreis durch die niedrigeren Stromkosten meist nach wenigen Jahren. Bei Geräten, die selten genutzt werden (z. B. Gästebad-Waschmaschine), ist der finanzielle Hebel geringer.

Besonders bei dauerhaft laufenden Großgeräten lohnt sich ein Blick auf den tatsächlichen Stromverbrauch von Haushaltsgeräten im Praxisbetrieb.

Wer längerfristig plant, findet in unserem Ratgeber zum Energie sparen mit Smart Home konkrete Einsparpotenziale für jeden Gerätetyp.

Kosten und Fördermöglichkeiten beim Smart Home-Einstieg erklärt unser Smart Home Kostenratgeber.